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Regenerative Räume: auf Leben und Wohlbefinden ausgerichtete Zukunftsgestaltung

Regenerative Räume: auf Leben und Wohlbefinden ausgerichtete Zukunftsgestaltung

OKTOBER 2025
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5 Minuten
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Im prestigeträchtigen Jesus College der University of Cambridge fand das von Layrd Design organisierte Future Spaces-Event statt. Diese zweitägige Veranstaltung bringt internationale Fachleute aus den Bereichen Design, Architektur, Workplace-Strategie und Innovation zusammen. Das Thema? Die Raumentwicklung hin zu nachhaltigeren, hybriden und auf das Wohlbefinden ausgerichteten Modellen.

Gustavo Valbuena, Head of Strategy Innovation bei Actiu, hielt einen Vortrag, in dem er untersuchte, wie globale Trends und menschliche Bedürfnisse eine neue Art der Arbeitsplatzgestaltung prägen.

Gustavo Valbuena, Head of Strategy Innovation bei Actiu

„Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt. Aber wir können sie mit Einfühlungsvermögen mitgestalten. Nur wenn wir verstehen, was die Menschen wirklich brauchen, können wir Räume schaffen, die auch morgen noch relevant sind“, so Gustavo Valbuena, Future Spaces 2025.

Das Zeitalter der „Permakrise“: Kontext und Chancen

Es hört nicht auf mit den Veränderungen: Handelskriege, digitale Challenges, Klimakrisen und neue Anforderungen an das Arbeiten versetzen uns in einen Zustand ständigen Wandels, der unsere Prioritäten und die Art, wie wir Räume bewohnen, neu definiert.

Anstatt uns dagegen zu wehren, sollten wir versuchen, zu verstehen, was in so einer Zeit wirklich wichtig ist. Bei Actiu fassen wir das so zusammen: Die Zukunft kommt nicht einfach nur auf uns zu; wir können sie gestalten. Diese Vision treibt uns an, zukunftsfähige, nachhaltige und flexible Räume zu entwerfen, die der Komplexität der Gegenwart gewachsen sind, ohne ihre eigentliche Bestimmung aus den Augen zu verlieren: das Leben der Menschen zu verbessern.

Life Economy: Wohlbefinden als Strategie

Einer der wichtigsten Trends ist die Life Economy, die darauf basiert, das Wohlbefinden in den Mittelpunkt aller Unternehmens- und Designentscheidungen zu stellen. Es geht dabei nicht nur darum, ob Räume nachhaltig sind, sondern ob sie regenerativ sind: Tragen sie mehr zur Umwelt bei, als sie verbrauchen? Fördern sie die Gesundheit, Beziehungen und Kreativität der Menschen, die sich in ihnen aufhalten?

Das Raumkonzept der Zukunft entwickelt sich somit hin zu einem lebenden Ökosystem. Im Rahmen des von Actiu geförderten „Life Friendly Spaces“-Konzept werden Räumlichkeiten so gestaltet, dass sie sich um Menschen, Umwelt und produktives Arbeiten gleichermaßen kümmern und Wohlbefinden, Nachhaltigkeit und Emotionen Teil ein- und derselben Strategie sind.

Inklusion und Langlebigkeit: Design für alle

Die Silver Economy wird eine der Antriebskräfte des nächsten Jahrzehnts sein. Bis 2030 wird sich die Zahl der Hundertjährigen vervielfachen, was Möglichkeiten für die Gestaltung generationenübergreifender Produkte und Räume eröffnet.

Hinzu kommt ein größer werdender Fokus auf Neurodiversität und mentale Gesundheit, zwei Schlüsselfaktoren für das neue Paradigma des integrativen Designs.

Die Räume der Zukunft müssen einfühlsam, zugänglich und emotional nachhaltig sein und alle Menschen ohne Unterscheidung aufnehmen. Es reicht nicht mehr aus, dass sie funktional sind: Sie müssen die menschliche Vielfalt widerspiegeln und Umgebungen fördern, in denen sich jeder Einzelne als Teil eines Ganzen fühlen kann.

Technologiekonvergenz mit Sinn

Die Technologiekonvergenz verändert die Beziehung zwischen Technologie und Wohlbefinden. Künstliche Intelligenz, Automatisierung und Robotik definieren Arbeits- und Lebenswelten neu, aber die eigentliche Herausforderung ist nicht technischer, sondern menschlicher Natur: Die Integration von Technologie soll die Lebenserfahrung erweitern, nicht ersetzen.

In diesem Szenario wird die Gestaltung von hybriden und digitalen Räumen zur Priorität. Orte müssen sowohl die Möglichkeit zur Präsenz- als auch zur virtuellen Zusammenarbeit bieten und Räume schaffen, in denen sich Talent, Kreativität und Gesundheit entfalten können.

Intelligente, vernetzte Räume sorgen nicht nur für effizienteres Arbeiten, sondern stärken auch das Gefühl der Zugehörigkeit und das emotionale Wohlbefinden der Menschen, die in ihnen leben.

Life Friendly Spaces: ein neues Raumverständnis

Bei Actiu arbeiten wir mit dem Modell der Life Friendly Spaces, das Nachhaltigkeit, Integration, Wohlbefinden und Technologie mit einem einzigen Ziel verbindet: Räume zu schaffen, die mit dem wahren Leben vereinbar sind.

Dieser Ansatz definiert unsere Vorstellung von den Räumen der Zukunft neu, indem er jedes Umfeld als Möglichkeit sieht, um die Umwelt zu regenerieren und zwischenmenschliche Beziehungen zu stärken.

Es geht nicht nur darum, funktionale Möbel oder Räume zu schaffen, sondern eine Unternehmenskultur, die Menschen inspiriert, verbindet und regeneriert.

Weitere Beiträge

Bei der Veranstaltung bereicherten eine Reihe von renommierten Rednern den Dialog zum Thema „Regenerative Räume“:

  • Sophie Schuller (Neuroarchitektin, TU Eindhoven) erklärte, wie unser Umfeld Gesundheit, Stress und Kognition beeinflusst.
  • Jonathan Rush (Director of Lighting bei Hoare Lea) untersuchte die Rolle des Lichts für das emotionale und funktionale Wohlbefinden in Räumen.
  • Dr. Heather Wray (Forscherin für Kreislaufwirtschaft, TNO) sprach über Kreislaufwirtschaft, grüne Materialien und regenerative städtische Infrastruktur.

Die Vielfalt der Redner unterstreicht den interdisziplinären und internationalen Charakter von Future Spaces und die Relevanz des Beitrags von Actiu: Die Teilnahme an diesem Dialog verdeutlicht das Bestreben, zu den „Denkern von morgen“ im Bereich Arbeitsplatz und Räume zu gehören.

Die Gestaltung der Zukunft

Die Lehre aus dem Future Spaces-Event in Cambridge ist klar: Bei der Gestaltung der Zukunft geht es nicht darum, vorherzusagen, was kommen wird, sondern darum, das zu gestalten, was wir als Gesellschaft brauchen.

Cambridge war der ideale Ort, um uns daran zu erinnern, dass Innovation nicht bei der Technologie beginnt, sondern bei den Menschen. Und dass die Räume von morgen in erster Linie Lebensräume sein werden.