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Designtrends für Bildungsräume 2026 | ACTIU

Designtrends für Bildungsräume 2026 | ACTIU

FEBRUAR 2026
·
10 Minuten
·

Der Raum ist Teil des Lernprozesses. Er lehrt in aller Stille, ohne Monologe, aber doch in aller Deutlichkeit. Ein dunkles Klassenzimmer lädt dazu ein, es zu verlassen; ein heller Vorlesungsraum hingegen, innezuhalten und zu diskutieren. Jahrzehntelang wurden Schul- und Universitätsräumlichkeiten in der Architektur als statische Container gesehen. Heute sieht man die Gestaltung von Bildungsräumen nicht mehr nur als schöne Verpackung, sondern als Teil des Gesamtpakets.

Inzwischen geht es nicht mehr nur um Funktionalität, sondern um die Schaffung von Lernumgebungen, die atmen. Orte, die sich an die Lehrmethoden anpassen und nicht andersherum. Die Herausforderung für Architekten und Gebäudeverwalter ist enorm: ein Bildungsumfeld zu schaffen, das die Umwelt schützt und zum Wohlbefinden von Lernenden und Lehrenden beiträgt.

Merkmale der Bildungsräume von morgen

Das traditionelle, frontal ausgerichtete und in Reihen unterteilte Klassenzimmer steht den modernen, dynamischen Lehrmethoden von heute diametral gegenüber. Fließende Übergänge sind heute das Gebot der Stunde: Lernräume müssen sich in Minutenschnelle von einem Ort der individuellen Konzentration zu einem Diskussionsforum für Gruppen verwandeln können.

Die fortschrittlichsten Projekte zur (Um-)Gestaltung beachten dabei die folgenden Punkte:

  • Das flexible Klassenzimmer: klappbare und leichte Möbel, die es ermöglichen, den Raum Einrichtung je nach den pädagogischen Bedürfnissen des Moments umzugestalten.
  • Begegnungsorte: Bildung hört nicht auf, wenn die Stunde oder Vorlesung vorbei ist. Die wichtigsten Lernprozesse findet oft außerhalb des Klassenzimmers statt: bei einem informellen Gespräch in der Cafeteria, bei einer spontanen Diskussion in einem breiten Korridor oder in ausdrücklich für das Zusammenkommen bestimmten Erholungsbereichen mit Polstermöbeln. Diese Art von Orten sind einladend, nicht hierarchisch aufgebaut, fördern spontane Interaktionen zwischen Schülern/Studenten und Lehrkräften. Auf diese Weise werden Beziehungen und das emotionale Wohlbefinden über die akademische Strenge gestellt.
  • Wohlbefinden und Neuroarchitektur: Räume senden direkte Signale an das Gehirn. Bei der Raumgestaltung geht es daher nicht nur um Ästhetik, sondern um Biologie. Jüngste Studien bestätigen, dass die Raumgestaltung Auswirkungen auf die chemischen Prozesse im Gehirn hat: Natürliches Licht reguliert den zirkadianen Rhythmus und verbessert die Aufmerksamkeit, während beruhigende Farbpaletten und natürliche Texturen den Cortisolspiegel und somit das Stresslevel senken. Bildungsräume der Zukunft sehen Ruhezonen und stille Ecken vor, die es den Schülern ermöglichen, ihren emotionalen Zustand zu „resetten“. Denn geistiges Wohlbefinden ist die Voraussetzung für akademische Leistungsfähigkeit.
  • Unsichtbare Technologie: Bildschirme und Konnektivität werden organisch integriert, um hybrides Lernen zu ermöglichen ohne dass die Technologie den Raum visuell dominiert.

Im Zeitalter des hybriden Lernens ist die Technologie eine Brücke zum Lernen, aber sie darf nicht zu einem visuellen Hindernis werden. Der Trend geht weg von mit Gadgets vollgestopften Klassenzimmern hin zu einer versteckten Infrastruktur: intelligente Bildschirme, die sich in der Architektur verstecken, in Möbel integrierte Audiosysteme und Elektrifizierung ohne Kabelchaos. Das Ziel ist eine totale Konnektivität mittels Geräte, die nur dann sichtbar sind, wenn sie gebraucht werden, um das digitale Erlebnis zu verbessern, ohne dass die Wärme und Ästhetik der physischen Begegnung verloren geht.

IES Cotes Baixes: ein Erfolgsbeispiel dafür, wie ein Klassenzimmer mit flexiblem Mobiliar vielfältig genutzt werden kann
IES Cotes Baixes: ein Erfolgsbeispiel dafür, wie ein Klassenzimmer mit flexiblem Mobiliar vielfältig genutzt werden kann

Heute sieht man die Gestaltung von Bildungsräumen nicht mehr nur als schöne Verpackung, sondern als Teil des Gesamtpakets.

In The New Education erörtern wir ausführlich, wie ergonomische Möbel, Akustik und ein angenehmes Umfeld sowohl für bessere Arbeitsleistung als auch für mehr Wohlbefinden sorgen.

Inklusion und Barrierefreiheit: Gestaltung für echte Vielfalt

Innovation bedeutet nicht immer mehr Technologie, sondern ein menschlicher Ansatz. Ein vernetztes Klassenzimmer ist nutzlos, wenn ein Schüler im Rollstuhl die Tafel nicht erreichen kann oder wenn die Raumakustik eine Studentin mit empfindlichem Gehör überfordert. Das Design von Bildungsräumen muss demokratisch sein: Entweder es funktioniert für alle, oder es funktioniert gar nicht.

Wenn wir von universeller Zugänglichkeit sprechen, meinen wir dabei viel mehr als die Einhaltung von Vorschriften für Rampen und Türbreiten. Das Ziel? Autonomie. Alle Lernenden sollen die Möglichkeit haben, sich unabhängig von ihren körperlichen, sensorischen oder kognitiven Fähigkeiten zurechtzufinden, zu lernen und Kontakte zu knüpfen, ohne ständig um Hilfe bitten zu müssen.

Um dies zu erreichen, müssen Verantwortliche für Bau und Einrichtung auf drei Ebenen zusammenwirken:

  • Physische Zugänglichkeit und Mobilität: Wege müssen breit und ungehindert sein und bequemes Drehen und Umkehren von Rollstühlen ermöglichen. Auch das Mobiliar ist von entscheidender Bedeutung: Höhenverstellbare Tische (wie die Talent-Reihe) ermöglichen Rollstuhlfahrern, auf Augenhöhe mit den anderen Lernenden zu arbeiten, wodurch visuelle Barrieren und ungewollte Hierarchien beseitigt werden.
  • Kognitive und sensorische Barrierefreiheit: Eine Schule ist ein komplexes Ökosystem. Für Lernende mit Autismus oder Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom können zu viele Reize lähmend wirken. Ein inklusives Design stützt sich auf eine klare Beschilderung, die Verwendung von Farbkodierungen und vor allem auf eine klare Aufteilung der Umgebung. Einrichtung wird zu einem Werkzeug für das Wohlbefinden: Die Qyos-Kabinen bieten einen sicheren Raum, in dem man abseits des Umgebungslärms zur Ruhe kommen kann. In ähnlicher Weise schaffen Folia-Trennwände visuell und akustisch geschützte Ökosysteme, die Ablenkungen reduzieren und die Konzentration fördern, ohne von den restlichen Lernenden zu isolieren.
  • Technologische Integration: Geräte und Tools sollten nicht nachträglich eingebaut, sondern von Beginn des Projekts an in Möbel und Wände integriert werden. So wird sichergestellt, dass sie immer verfügbar und für das Auge unsichtbar sind, so dass ihre Verwendung im Alltag des Klassenzimmers normalisiert wird.

Das inklusive Design ist nicht nur auf eine Minderheit ausgerichtet; es geht darum, freundliche, sichere und logisch aufgebaute Räume für die gesamte Bildungsgemeinschaft zu gestalten.

„Grüne“ Trends und Green Building bei der Gestaltung von Bildungseinrichtungen

Umweltfreundliches Bauen ist nicht länger nur eine ästhetische Entscheidung, sondern wird zum technischen und ethischen Muss. Bis vor kurzem bestand das Ziel des grünen Bauens in Bildungseinrichtungen noch darin, die Umweltbelastung zu reduzieren: weniger Licht, weniger Wasser zu verbrauchen. Das reicht Stand heute nicht mehr aus.

Aktuell dreht sich alles um regenerative Architektur.

Das Ziel? Neu- und umgebaute Gebäude sollen die Umwelt nicht nur nicht belasten, sondern sie positiv beeinflussen. Die Schulen, Institute und Universitäten der Zukunft verhalten sich wie Energiekraftwerke, die dank in Dächer und Fassaden integrierter erneuerbarer Energiequellen mehr Strom erzeugen, als sie verbrauchen.

In diesem neuen Paradigma spielt das Mobiliar eine entscheidende Rolle. Wenn das Gebäude die Lunge ist, kann die Ausstattung nicht giftig sein.

Unsichtbare Gesundheit dank Luftqualität

Hier überschneidet sich der Trend mit der alltäglichen Realität. Baumaterialien und Möbel setzen oft unsichtbare flüchtige organische Verbindungen (VOC) wie Formaldehyd frei, die die Konzentration beeinträchtigen und Kopfschmerzen verursachen. In einem geschlossenen Klassenzimmer mit 30 Schülern bestimmt die Luftqualität die kognitive Leistung.

Aus diesem Grund verlagert sich die Nachhaltigkeit bei der Gestaltung von Bildungseinrichtungen in Richtung Wohlbefinden.

Actiu geht mit gutem Beispiel voran

Wir verstehen diese Entwicklung hin zur regenerativen Architektur aus einem einfachen Grund: Wir erleben sie selbst Tag für Tag. Unser Technologiepark wurde mit der LEED- und WELL-Platin-Zertifizierung ausgezeichnet, und bei der Herstellung von Möbeln für Schulen und Universitätenn wenden wir ebenso strenge Kriterien an. Wir haben das  des LEVEL® 2-Siegel erlangt, nutzen formaldehydfreie Materialien und entwerfen extrem langlebige, kreislauffähige Möbel. Denn Green Building der Zukunft verlangt Kohärenz. Und um ein regeneratives Gebäude einzurichten, braucht man einen Partner, der Nachhaltigkeit in- und auswendig kennt und umsetzt: von der Fabrik bis hin zum Klassenzimmer.

Das Gebäude des Markham College ist so konzipiert, dass sich die Natur frei in ihr bewegen kann. Es verfügt über Lamellen aus Bambus zum Schutz vor der Sonne, eine natürliche Querlüftung und nach außen hin offene Klassenräume.
Von ACTIU eingerichtetes Klassenzimmer des Markham College

Praktische Beispiele für die nachhaltige Gestaltung von Bildungsräumen

Es ergibt keinen Sinn, „grüne“ Gebäude zu entwerfen, wenn wir sie dann mit Möbeln vollstellen, die den Lehrmethoden aus dem letzten Jahrhundert entsprechen. Um Konzepte wie Nachhaltigkeit und Flexibilität fächendeckend umzusetzen, ist die Wahl der Einrichtung entscheidend.

Hier sehen Sie ein paar Beispiele für Bildungseinrichtungen:

Lärmschutz (Qyos): Lärm ist der unsichtbare Feind der Konzentration. In immer offeneren Räumen wird Qyos zur Ruheinsel und schafft über schlichte Akustikkabinen hinaus Mikroarchitekturen mit viel Privatsphäre, ohne dass Wände errichtet werden müssen. Die nach strengen Ökodesign-Prinzipien hergestellten Qyos-Kabinen bieten die notwendige Abgrenzung für eine private Nachhilfestunde oder vertieftes Studium. So wird akustisches Wohlbefinden zur Priorität und nicht zum Luxusgut.

Qyos-Akustikkabinen in einer Bibliothek
Qyos-Akustikkabinen in einer Bibliothek

Organische Ästhetik (Globb): Die Natur kennt keine geraden Linien, und das die Bildungseinrichtungen der Zukunft sollten auch weniger auf sie bauen. Globb kreiert eine fließende und leichte Ästhetik, die mit den klassischen starren Tischreihen bricht. Sein Design lädt zu natürlichen Bewegungen und informeller Zusammenarbeit ein und erinnert uns daran, dass Lernen kein statischer, sondern ein lebendiger Prozess ist.

Globb-Puffs in der Eingangshalle der Sekundarschule IES Cotes Baixes
Globb-Puffs in der Eingangshalle der Sekundarschule IES Cotes Baixes

Radikale Flexibilität (Talent): Wenn Klassenzimmer in Minutenschnelle umgestaltet werden sollen, dürfen die Tische dem nicht im Weg stehen. Talent ist die Lösung für aktive Lehrmethoden. Der klappbare, höhenverstellbare und mobile Schreibtisch ermöglicht es, in Sekundenschnelle von Einzel- zur Gruppenarbeit zu wechseln. Außerdem demokratisiert er das Lernen: Schüler können im Stehen oder Sitzen arbeiten und so Körper und Geist aufzuwecken.

Talent-Tische im Neuroarchitektur-Kursraum der Universitat Politècnica de València
Talent-Tische im Neuroarchitektur-Kursraum der Universitat Politècnica de València

Das mobile Klassenzimmer (Agile): Lernen findet nicht mehr nur vor der Tafel statt. Mit der Agile-Kollektion wird jede Ecke zu einem Unterrichtsraum. Mobile Tribünen verwandeln sich in ein improvisiertes Amphitheater, Whiteboards auf Rädern, die sich mit den Ideen mitbewegen... Das ist echte, angewandte Nachhaltigkeit: denselben Raum auf zehn verschiedene Arten nutzen, da sich die Ausstattung der Aktivität anpasst, und nicht umgekehrt.

Das ist echte, angewandte Nachhaltigkeit: denselben Raum auf zehn verschiedene Arten nutzen, da sich die Ausstattung der Aktivität anpasst, und nicht umgekehrt.
Mögliche Nutzung der Agile-Kollektion an der Universitat Politècnica de València
Mögliche Nutzung der Agile-Kollektion an der Universitat Politècnica de València

Actius Einsatz für Nachhaltigkeit bei der Gestaltung von Bildungsräumen

Zu sagen, dass wir nachhaltig sind, ist einfach; es beweisen zu können, dahinter steckt einiges mehr. Der aktuelle Trend im Bildungssektor verlangt Konhärenz: Institutionen suchen nicht mehr nur nach Lieferanten, sondern nach Partnern, die ihre ethischen Werte teilen. Eine Schule, die Respekt für die Umwelt lehrt, kann nicht voller Möbel sein, die die Umwelt zerstören.

Im B2B-Bereich müssen Versprechen mit Daten und Fakten untermauert werden. Deshalb begnügen wir uns bei Actiu nicht mit der Einhaltung der Mindestvorschriften.

Unser Unternehmenssitz als Beispiel

Als Herzstück unserer Arbeit und unserem nachhaltigen Wirken verfügt unser Technologiepark als erstes Industrieunternehmen sowohl über die Zertifizierung LEED® Platinum v4.1 O+M als auch WELL v2™ PLATINUM. Wir verstehen Nachhaltigkeit ganzheitlich und übertragen diesen Anspruch auf jedes Produkt, deshalb sind wir Mitglied der B Corp™-Bewegung. Ein B Corp™-Unternehmen zu sein bedeutet, den Fokus auf die positive Wirkung unseres Handelns auf Mensch und Umwelt zu legen, jenseits des wirtschaftlichen Gewinns.

Sicherheit im Klassenzimmer

Für Bildungseinrichtungen ist das Thema Sicherheit nicht verhandelbar. Deshalb verfügen unsere Produkte über ein Ökosystem an Zertifizierungen zu Gesundheitsschutz und Materialherkunft:

  • LEVEL® 2: ein umfassender Standard, der die Nachhaltigkeit der Produkte von der Rohstoffewinnung bis zum Ende ihrer Lebensdauer gewährleistet.

  • FSC® (C106678) und PEFC/14-35-00650): Diese Zertifikate garantieren, dass das Holz unserer Tische und Schränke aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt.

  • Gesundheit und Luftqualität: Wir halten die strengsten Normen für Formaldehyd-Emissionen ein (E05, E1 und CARB 2). Dies ist in geschlossenen Räumen von entscheidender Bedeutung, um sicherzustellen, dass die Luft frei von schädlichen flüchtigen Verbindungen ist.

Wir arbeiten aktiv an der Verringerung unseres CO2-Fußabdrucks und engagieren uns für eine echte Kreislaufwirtschaft. Wir sind uns bewusst, dass die Einrichtung eines Bildungszentrums eine langfristige Verantwortung darstellt.

Wenn Sie mehr über unsere Vision und unsere Projekte in diesem Bereich erfahren möchten, besuchen Sie doch die Seite zu unseren Bildungsprojekten.

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